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Biochemie nach Dr. Schüssler

Grundinformationen zur Biochemie

Biochemie nach Dr. Schüssler und BoE
Portrait


Dr. Schüssler schrieb in seiner Arbeit "Abgekürzte Therapie" von 1874:
"Alles was überhaupt heilbar ist, kann mit den sich im Blut befindlichen anorganischen Stoffen geheilt werden."

Damals waren die Vitamine der Wissenschaft noch nicht bekannt.

"Zeige mir Dein Antlitz, und ich sage Dir, was fehlt."

Aufgrund seiner Kenntnis von den Mittel­bildern der Mineralstoffe nach Dr. Schüssler, durch das genaue Studium und die Beobachtung der Symptome, wie sie der Wissenschaft von den (damals) erforschten Wirkstoffen bekannt waren, konnte H. Tönnies viele Zusammenhänge zwischen diesen Wirkstoffen und der Wirkung von Lebensmitteln aufzeigen.
Es ist ein Verdienst von Heinrich Tönnies, die Mittelbilder der biochemischen Grundsubstanzen in Zusammenhang zu bringen mit dem entsprechenden Bedarf an Wirkstoffen in der Ernährung.

Damit besteht eine Mög­lichkeit, einen erhöhten Bedarf auch ohne aufwändige Laboruntersuchungen schon frühzeitig zu erkennen.

Folgende Aussage von Dr. Schüssler war für H. Tönnies wegweisend:
"Wenn das Ernährungsmaterial in den erforderlichen Quantitäten und an den richtigen Stellen vorhanden ist und wenn keine Störung in der Bewegung der Moleküle eintritt, so geht der Anbau neuer Stoffe und die Zerstörung alter Zellen sowie die Abfuhr unbrauchbarer Stoffe normal vonstatten und das betreffende Individuum befindet sich im Zustand der Gesundheit."

Mit dem ersten Problem, nämlich dem Organismus die erforderlichen Mengen an Wirkstoffen zuzuführen, ist eine Ernährung gemeint, die den Bedürfnissen entspricht. Das ist in der Regel das einfachere Problem.

Das zweite Problem besteht darin, die erforderlichen Stoffe im Körper an den richtigen Stellen zu haben. Eine Unzulänglichkeit der Transportsysteme im Körper kann die Aufnahme der Substanzen und den Transport zu den richtigen Stellen hemmen oder blockieren. Auch kann eine mangelhafte Ausscheidung zu einer Anhäufung von Substanzen führen.

Dr. Schüssler widmete sich in erster Linie dem zweiten Problem, Heinrich Tönnies sah seine ergänzende Hauptaufgabe in der Beschäftigung mit dem ersten Problem.
Beide Probleme kommen als Ursache für einen gestörten Stoffwechsel und damit auch ein gestörtes Wohlbefinden in Betracht.

Folgendes Zitat von Heinrich Tönnies, dem Begründer der Bedarfsorientierten Ernährung, kann bei der Suche nach den Ursachen von Krankheiten wegweisend sein und soll als Warnung dienen: "Mit der besseren Kenntnis des Körpers und seines Stoffwechsels sind heute mehr Krankheiten heilbar als zu Schüsslers Zeit. Doch niemand* kann das Schicksal des Kranken oder seine ihm angeborene Konstitution ändern. Der Geist baut seinen Tempel. So ist der Körper auch Ausdruck des Geistes. So ist auch Krankheit ein Ausdruck des Geistes. Ein falsches Weltbild wirkt ebenso krankmachend wie eine falsche Ernährung."
Die Gesundheit ist nicht nur vom Mineralstoffhaushalt abhängig. Für einen lebenserhaltenden Stoffwechsel benötigt der Körper mehr als nur Natrium, Kalium, Kalzium, Eisen usw.
Es werden auch ausreichende Mengen von Vitaminen, Aminosäuren und vor allem 'gesunde', verträgliche Kohlenhydrate als Energieträger für den Stoffwechsel benötigt.
Wird der Körper ausreichend mit allen notwendigen Stoffen, d.h. mit einer Bedarfsorientierten Ernährung versorgt, so wird er auch mit der Belastung durch die Aussenwelt besser fertig und dient dem Geist, der in ihm wohnt."
*Anm.: Hier meinte er v.a. sich selber, Therapeuten und Ärzte.

Schüssler musste sich zu seiner Zeit noch nicht mit industriell veränderten Lebensmitteln und mit Umweltverschmutzung auseinandersetzen. Er konnte davon ausgehen, dass die Menschen mit einer vernünftigen Ernährung auch die notwendigen Mineralstoffe zu sich nehmen.

Thomas Feichtinger schreibt zu diesem Thema: "Wir haben heute zwei Ebenen der Mängel zu unterscheiden. Auf der einen Seite einen Mangel an Funktionsmitteln und auf der anderen Seite einen Mangel an Baustoffen für das Gewebe, wie sie in der Nahrung ausreichend vorhanden sein müssen."

Und dies, obwohl wir im Überfluss leben!
Könnte es sein, dass wir uns aus lauter Bequemlichkeit mit industriell verarbeiteten Lebensmitteln in Mangelzustände hineinmanövrieren?
Könnte es sein, dass die Qualität der Zubereitungsart eine viel entscheidendere Rolle spielt, als allgemein angenommen wird?

Die biochemischen Mittel regulieren die Verteilung der Wirkstoffe im Körper. Die Kenntnis der Mittelbilder und Symptome kann uns helfen zu erkennen, welche Lebensmittel im Moment oder konstitutionell benötigt werden.

Zitat von Jo Marty: "Es gilt den Minimumsfaktor herauszufinden."

Die Aufbaukurse beinhalten jeweils Hinweise zur Wirkungsweise aus der Biochemie nach Dr. Schüssler. 

Der Aufbaukurs 1 ist speziell diesem Thema gewidmet.

In einer Therapie/Supervision erhalten Sie genauere Hinweise, welche Mittel Sie persönlich benötigen.

 

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Schüssler legte sich auf folgende Mineralstoffe und Potenzen für den Hausgebrauch fest, die hier in der uns heute gebräuchlichen Reihenfolge aufgeführt werden:

Nr. 1 -  Calcium fluoratum D12
Nr. 2 -  Calcium phosphoricum D6
Nr. 3 -  Ferrum phosphoricum D12
Nr. 4 -  Kalium chloratum D6
Nr. 5 -  Kalium phosphoricum D6
Nr. 6 -  Kalium sulfuricum D6
Nr. 7 -  Magnesium phosphoricum D6
Nr. 8 -  Natrium chloratum D6
Nr. 9 -  Natrium phosphoricum D6
Nr. 10 - Natrium sulfuricum D6
Nr. 11 - Silicea D12
Nr. 12 - Calcium sulfuricum D6

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Literatur:

  • Taschenführer
  • Schüssler Mineralstoffe, C. und R. Kellenberger

 

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