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Gerste

Wirkung und Rezepte

Gerste

Gerste

Die Gerste

In der Gerste wirken vor allem Vit.B1, Zink, Selen und je nach Zubereitungsart auch Pantothensäure.
Bei Neigung zu Kreislaufschwäche sollte etwas Zwiebel mitgekocht oder z.B. Rucola (Schwefel) dazu serviert werden, sonst wirkt die Gerste, je nach Selengehalt und körpereigenen Vit.D- und Zinkreserven, sehr kreislaufdämpfend.

Zink fördert das männlich rationale Denken.
Selen hilft Radikale binden.
Vit.B1 unterstützt die Motivation, wirklich tätig zu werden.

Gerste wirkt allgemein kräftigend, wärmend, sie unterstützt durch Zink die Infektabwehr, das logisch-rationale Denken und durch Selen das Hintersichlassen von altem Ballast und das Ausscheiden von Giftstoffen. Sie wirkt bei stillenden Müttern milchbildend.

Gerste 3aVollgerste braucht sehr gute Verdauungskräfte!
Sie ist für Menschen mit empfindlichem Darm weniger geeignet und muss sehr lange in kaltem Wasser eingeweicht werden, damit die Phytinsäure durch die Phytase abgebaut werden kann.
Beim Barleywater wird Vollgerste verwendet.

Rollgerste enthält noch das wichtige Vit.B1, das sich bei diesem Getreide auch im Inneren des Korns – nicht nur in der Randschicht – befindet. Da die Phytinsäure weggeschält ist, muss die Rollgerste nicht unbedingt eingeweicht werden.

Rollgerste ist für Vegetarier wegen ihres Tryptophangehalts durch nichts zu ersetzen und vollwertig, vor allem, wenn sie mit Hülsenfrüchten kombiniert wird. Da sie wenig Leucin enthält, ist sie für Vegetarier besser verträglich als Getreide wie Hirse, Hafer und Mais.

Gerstensuppe

wirkt  ohne Speck und weisse Bohnen, nur mit Gemüse allein, eher ermüdend. Die Kombination mit weissen Bohnen ist wichtig bei Zinkmangel, denn braune Bohnen unterstützen mehr die Selenwirkung. Im Winter, im Norden und für Büroarbeiter können etwas mehr Lauch (Schwefel) und Speckwürfeli (Vit.D) mitgedünstet werden. 

Gerstensalat 1
Gerstensalat

ist eher ein Sommergericht. Mit feiner Rollgerste zubereitet und mit individuellen Zutaten kombiniert wird Gerstensalat geschätzt als Arbeits-Picknick und bei Gartenfesten.

Geschichtlich

In den Schweizer Bergen, in Graubünden und in den höheren Lagen des Emmentals und Juras wurde vorwiegend Gerste angepflanzt und gegessen. Die Eigensinnigkeit von Wilhelm Tell (bis 1354) und auch von Paracelsus (1493-1541) lassen uns ahnen, in welche Richtung die Wirkung der Gerste geht.
Auch in Palästina wurde vor Beginn unserer Zeitrechnung vorwiegend Gerste angepflanzt.
Le Locle galt zur Zeit des 2. Weltkrieges als (fast) einziges Durchgangstor, weil sich die Bevölkerung mutig und eigenständig für Flüchtlinge engagierte.

Ein erntereifes Gerstenfeld vermittelt dem Betrachter einen Eindruck von Eigensinn (im positiven Sinne).

Gerstenfeld

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