Essig
Zur Wirkung von Essig
Essig, Wirkung und Qualitätsunterschiede
Essig (lat. Acetum) ist ein sauer schmeckendes Würz- und Konservierungsmittel, das durch Fermentation alkoholhaltiger Flüssigkeiten mit Essigsäurebakterien, im besten Fall mithilfe einer Essigmutter, hergestellt wird.
Auch mit Wasser verdünnte Essigsäure wird oft als Essig bezeichnet, dann aber mit Vorteil zum Entkalken von Geräten und Flächen verwendet.
Speise- und Trinkessig sollte keine ohne Mikroorganismen chemisch hergestellte Essigsäure enthalten.
Die Essigbereitung zählt zu den ältesten Lebensmittelherstellungsverfahren der Menschheit.
Mehr über die Geschichte finden Sie hier:
Essigsäure hat ein chemisches Bestreben, sich mit einer Base zu verbinden. Ausserdem löst sie auch Kalkablagerungen auf.
Essig kann sich im Körper einerseits mit Ammoniak verbinden und andererseits Kalk lösen. Ammoniak entsteht aus ungenügender Verdauung (Faulen) von tierischem Eiweiss und ist, vor allem fürs Gehirn, schon in kleinen Mengen sehr schädlich. In Verbindung mit Essigsäure wird Ammoniak ausscheidbar, das entlastet Leber und Gehirn.
"Sauer macht lustig", lautet dazu ein bekanntes Sprichwort.
Dr. Jarvis, Landarzt in Vermont (USA), empfiehlt in seinem Buch "5 x 20 Jahre leben", täglich Essigwasser zu trinken. Diese Empfehlung stammt aus (s)einem Farmer-Gebiet aus Kalifornien, in dem vermutlich vorwiegend (Rind-)Fleisch gegessen wurde, vermutlich 3x täglich oder doch sicherlich auch abends. Vermont ist ausserdem bekannt für Ahornsirup.
Mit dieser Empfehlung konnte Dr. Jarvis erfolgreich den Beschwerden entgegenwirken, welche durch übermässigen Verzehr von Fleisch entstehen.
Wie wirkt nun aber der Essig bei Menschen, die sich vorwiegend vegetarisch oder gar vegan ernähren oder zumindest nach BoE-Empfehlungen ihre Abendmahlzeit ohne tierisches Eiweiss zubereiten?
Wenn der Essig keinen Ammoniak findet, dann verbindet er sich gerne auch mit Kalk, in der Küche wie im Organismus.
Es lässt sich tatsächlich beobachten, dass Menschen mit starkem Kalziummangel eine sehr grosse Abneigung gegenüber Essig entwickeln, dass sie fast schockartige Kreislaufschwächen bekommen nach Essigkonsum (Kalkmangel führt zu Kreislaufschwäche).
Der Apfelessig stimuliert mit seiner relativ ausgeprägten Chromwirkung die Ausschüttung von Insulin und verstärkt damit die Neigung zu Unterzuckerungen mit nachfolgendem Heisshunger oder Gereiztheit. Bei vielen Menschen, vor allem bei Kindern, führt zu viel Chrom in der Ernährung auch zu Darmstörungen oder zu Hautausschlägen (Neurodermitis).
Chrom ist ein Umweltgift. Vor 100 Jahren haben die Menschen diese Lebensmittel (Äpfel etc). noch besser vertragen.
Essig ist demnach sowohl ein Würzmittel wie auch ein Heilmittel.
Es ist empfehlenswert, nach* tierischem Eiweiss (auch Käse und Ei) abends ein Essigwasser zu trinken. Lassen Sie sich bei der Dosierung vom Geschmack leiten, dosieren Sie z.B. mit einer kleinen Flasche mit Tropfverschluss (siehe Bild).
*Als Heilmittel mindestens eine Stunde nach der Mahlzeit, wenn der Magen einen grossen Teil der Mahlzeit bereits an den Darm weitergegeben hat, z.B. vor dem Einschlafen.
Zu heissem Käse (Raclette, Fondue) oder zu Wurstbrot gibt es Essiggurken.
Für den Salat, vor allem für kleine Mengen und für den sparsamen Gebrauch, sind Sprayflaschen sehr praktisch.
Haben Sie ab und zu vor dem Einschlafen Lust auf einen Toast mit Essiggurken?
Das ist vermutlich dann, wenn es nötig ist.
Meine Empfehlung: Trinken Sie ein Essigwasser nur dann, wenn Sie es nötig haben und nicht aus Gewohnheits- und Pflichtgefühl.
Verwenden Sie dazu einen guten Trinkessig, der auf einer echten Essigmutter gewachsen ist, auf der Basis von Weiss- oder Rotwein, auch Birnen oder Quitten, und eher keinen Apfelessig bei Neigung zu Kreislaufschwächen, Darmstörungen, Neurodermitis oder Unterzuckerungen.


