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Kartoffeln

Wirkung und Zubereitung der Kartoffel

Die Kartoffeln

Im Volksmund gibt es zur Wirkung der Kartoffeln ein bekanntes Sprichwort. Sie kennen es vermutlich:

"Kartoffeln machen dumm und treu."

Die Wirkung der Kartoffel nach Lebensmittelliste im BoE-Kochbuch






Kartoffeln wirken regenerierend, haben eine gute Niacinwirkung (sofern das wasserlösliche Niacin nicht weggewaschen wurde), eine Kaliumwirkung wie Gemüse, aber fast keine Magnesiumwirkung und wenig Kohlenhydrate, daher gelten sie in der BoE weder als Ersatz für Gemüse noch für Getreide.

Das Vitamin Niacin in der Kartoffel ist für die Regeneration der Haut und Schleimhaut wichtig und wirkt beruhigend auf erhitzte Gemüter.
Bei entzündlicher oder trockener Haut, bei fliegendem Feinstaub, Stress oder Streitigkeiten ist es daher günstig, die Kartoffeln in den Speiseplan einzubauen.

Inhaltsstoffe nach Wikipedia

15 Prozent Kohlenhydrate (Stärke)
ca. 2 Prozent Eiweiss
ca. 0,1 Prozent Fett
ca. 2,1 Prozent Ballaststoffe
ca. 78 Prozent Wasser
ca. 1 Prozent Mineralstoffe und Spurenelemente wie 
Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen
hauptsächlich Vit.C (hitzeempfindlich), aber auch Vit.A und Vitamine der B-Gruppe.
Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln enthalten gegenüber geschälten Kartoffeln 
ein Mehrfaches an Alkaloiden, allen voran das für die Gattung der Nachtschatten 
typische Solanin

Die Wirkung der Kartoffel nach Rudolf Steiner

Die Kartoffel ist keine Wurzel, sondern eine Knolle. Die Kohlenhydrate der Kartoffel benötigen für die Verdauung Kräfte, die sonst fürs vernetzte Denken verwendet werden (die Gedanken drehen sich ums Materielle). Kartoffeln haben einen Einfluss auf die Fortpflanzungsorgane und bei der Zeugung auf die Entwicklung des Embryos. Eine etwas ausführlichere Antwort als im bäuerlichen Sprichwort auf die Frage zur Wirkung der Kartoffel finden Sie im Taschenbuch  Ernährung von R. Steiner, Archiati Verlag, ISBN 3-938650-84-2.

Eine übermässige Kartoffelnahrung ist (v.a. bei Antriebsarmut) nicht sinnvoll.

Kartoffeln zubereiten

Die Schale sollte bei gelagerten Kartoffeln im Frühjahr grosszügig entfernt werden, dunkle oder grüne Teile sind nicht geniessbar oder gar schädlich.
Verkochte Kartoffeln liegen schwer im Bauch (genauer in den Gedärmen) und lähmen das Denken.
Mit etwas Geschick und geeigneten Kochtöpfen kann man Kartoffeln wie bei der Gemüsezubereitung ohne Wasser garen und wie beim Fleisch ohne erhitztes Fett braten.

Kartoffeln sind bekömmlicher, wenn sie mit anregenden Lebensmitteln kombiniert werden. Es ist nicht sinnvoll, Fett (Butter/Speck) und Kohlenhydrate (Brot) wegzulassen, um Kalorien zu sparen, denn Kartoffeln machen ohne anregende Ergänzung sehr müde und man ist eher dazu geneigt, im Küchenschrank nach Aufmunterung zu suchen oder spazieren zu gehen, anstatt die Buchhaltung zu erledigen.

Menügestaltung

Kartoffel mit EiIdeen für mittags

  • Eintopf oder Salzkartoffeln mit Rindsragout, weissen Bohnen und Salat
  • Pellkartoffeln mit gut gesalzenem Kräuterquark (frischen Kräutern) und einer Scheibe Brot
  • Pellkartoffeln mit Käse oder Ei und einer Scheibe Brot und grünem Blattsalat
  • Maluns mit Sauerkirschenkompott und einer Scheibe Käse
  • Salzkartoffeln mit Sauerrüben und etwas Speck oder Rippli

Tipp für Berner im Winter: Sauerrüben vom Bioladen oder direkt von Hans Bart siehe Bezugsquellen.
Der Volksmund meint, man soll nicht Kraut und Rüben durcheinander essen. Rüben (Wurzelgemüse) wirken anregend aufs Nervensystem (denken) und die Säure hilft Ammoniak abbauen.

Als Möglichkeit auch morgens
Günstig sind Kartoffeln vor einem Tag mit Bewegung (Sporttag), weniger günstig bei PC-Arbeit oder vor einer schriftlichen Prüfung, welche neben Konzentration auch klare Gedankengänge fordert

  • Rösti mit Speck und Ei, mit Ackersalat oder Petersilie


Günstige Kombinationen abends

  • Kartoffeln und Polenta mit Ackersalat
  • Bratkartoffeln (Rösti) mit einigen Speckwürfeln, Rosmarin, Brüsselersalat und einer Scheibe Butterbrot

Rösti (eine Schweizer Spezialität) kann in kleinen Mengen mit rohen Kartoffeln zubereitet werden. Bei geeigneter Küchentechnik braucht es kein erhitztes Fett zum Anbraten. Man kann ohne Fett anbraten und Butter oder Öl zuletzt zugeben.

Ihre Fragen zum Anbraten ohne Fett oder zu Kraut und Rüben und ihrer Wirkung je nach Zubereitungsart beantworte ich Ihnen gerne in einer persönlichen Beratung oder in einem Grundkurs.

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