Kornelkirsche
Wirkung und Verwendung
Die Kornelkirsche
Gelber Hartriegel (Cornus mas L.), auch Dierlibaum, Dirlitze, Herlitze, Dürlitze, Hirlnuss, in Österreich auch Dirndl (Dirndling) beziehungsweise Dirndlstrauch, in der Deutschschweiz Tierlibaum genannt, gehört zu den Hartriegeln (Cornus).
Neuerdings besinnt man sich wieder auf den Wert von Wildfrüchten und damit auch auf diese überall wachsenden kleinen Früchte.
Die früh blühende Kornelkirsche bietet eine wichtige Bienenweide. Aus den gelben Blüten entwickeln sich im September rote Steinfrüchte.
Die Früchte sind essbar, am besten frisch ab Strauch. Es lassen sich Saft, Marmelade, Obstwein oder Likör herstellen.
Auch als Heilmittel gegen die verschiedensten Gebrechen haben sich Teile der Kornelkirsche (Früchte, Blüten, Blätter und Holz) einen Namen gemacht.
Bei Entzündungen und Verletzungen der Schleimhäute und Blutgefässe reinigen und stärken Kornelkirschen das angeschlagene Verdauungssystem und fördern dessen Gesundheit.
Weitere Beobachtung: Der Belag auf den Zähnen verschwindet, die Zähne werden im Nu blank und rein.
Schon im 12. Jahrhundert hatte die Heilige Hildegard von Bingen in Physika, ihrem medizinischen Werk, ein Kapitel der Heilkraft der Kornelkirsche gewidmet, dort „Erlizbaum“ genannt. Sie empfahl ein Bad aus Rinde, Holz und Blättern gegen die Gicht sowie die „Kirsche“ für den Magen und bei Entzündung des Darmtraktes. Zedler’s Universal Lexicon von 1733 widmet ihrer Heilwirkung eine lange Spalte. Unter anderem kühlen danach die „Cornell-Kirschen“, sie „ziehen etwas zusammen und stopfen“, wirken gegen die „rothe Ruhr“ und gegen „Blut-speyen“, geben bei „hitzigen Kranckheiten“ kühlende Labung. Man verwendet die „Beeren“ wie Oliven, macht einen „Cornell-Wein“ daraus, der gegen „Bauch-Flüsse“ genutzt wird. Gegen diese helfen auch die gedörrten und zu Pulver gestoßenen Früchte. Das aus dem Holz ausgezogene Öl „rottet den Krebs aus“. Die „Beeren in Wein gekocht und getruncken“ kurieren den Nierenstein. Die Blätter stillen das Bluten von Wunden. Wegen ihrer Verwendung gegen die rote Ruhr trugen die Kornelkirschen auch den Namen „Ruhrbeeren“
Wirkung der frischen Kornelkirsche nach BoE
Frisch ab Strauch hält sich die Wirkung von Vit.C und Vit.A die Waage. Das Vit.C ist in den Wildfrüchten auch einigermassen hitze- und kältebeständig.
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Mineralstoffe
Cu, K
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Vitamine
A, C
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Aminosäuren keine |
Fette keine |
Wirkung
-/+
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Die Kornelkirsche ist sehr geeignet, um nach intensiver Sonnenstrahlung das Gleichgewicht wiederherzustellen, z.B. nach einem Herbstspaziergang.
Das Vit.C stärkt die Nebennieren, damit wird das Vit.A besser verträglich und ins Fettgewebe eingebaut. Die Kornelkirsche fördert damit die Regeneration und den Vorrat an Vit.A für den Winter.
Günstig ist eine Kombination mit Salz. Vergessen Sie deshalb nicht, bei der Ernte und Verarbeitung Salzstängeli oder ein Butterbrot bereitzuhaben.
Gegenspieler
Gewarnt sei vor einer Überdosierung. Ein kalter Nasenrücken, häufiger Harndrang zeigen an, dass der Bedarf gedeckt ist, dass zurzeit kein Bedarf besteht oder dass zuerst die Gegenspieler nötig sind.
Die Kornelkirsche wirkt
kühlend und regenerierend. Es ist eine
Frage der Menge und der vorhandenen Gegenspieler (Vit.D und Pantothensäure), ob wir
uns dadurch eine Erkältung oder Kreislaufschwäche einhandeln.
Als Gegenspieler erhöht sich nach dem Genuss der Früchte der
Bedarf an Vitamin D, Pantothensäure und Zink.
Haferflocken leicht erwärmt mit
einer Prise Salz und genügend Rahm werden sehr gerne gegessen und sind
auch wieder verträglicher nach dem Genuss von Kornelkirschen.
Es
empfiehlt sich allerdings, Kornelkirschen und Haferflocken mit einem zeitlichen
Abstand von ca. einer Stunde zu essen, d.h. die Beeren nicht in ein
Getreidemüesli zu mischen, um dem Magen die Gelegenheit zu geben, eins
nach dem andern zu verdauen.
Verwendungsideen
- Eine Kornelkirsche zum Frühstück anstelle von Zitronensaft zum dunkelgrünen Blatt regt die Eisenaufnahme an.
- Kornelkirschen beim Herbstspaziergang wirken sehr erfrischend.
- Toast mit Butter und Tierlikonfi als Bettmümpfeli wirkt regenerierend.
Die Kirschen sind im Kühlschrank einige Tage haltbar und lassen sich mit wenig Zucker zu Saft verarbeiten, der dann auch im Winter in kleinen Mengen nachmittags dem Zitronenwasser beigefügt werden kann.
Nur die reifen Früchte ernten, die Beeren werden dunkel und süsser bei der Reifung. Sie wachsen in vielen Gärten und Hecken.

