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Spargelzeit im Mai

Wirkung, Kombination, Zubereitungsart

Spargelzeit im Mai

Bild von Eveline Rothenbühler

Gemüsespargel

oder Gemeiner Spargel (Asparagus officinalis L.)

Spargeln haben eine ausgeprägte Niacinwirkung und wie beinahe alle Frischgemüse eine Kalium- und Vit.A-Wirkung. 

Die Niacinwirkung (Vitamin) wird unterstützt durch Kobalt (Spurenelement/Mineral) und Tryptophan (Aminosäure). Eine Kombination von Spargel mit frischem Schinken (oder Kalbfleisch) zu einem Glas Rotwein verstärkt die Niacinwirkung.

Gegenspieler und Kombinationen

Vit.D ist ein Gegenspieler von Niacin und Vit.A. Nach Sonne  oder mit etwas Rohessspeck kombiniert sind Spargeln besonders verträglich.

Spargel ohne HGWirkung nach BoE

Spargeln wirken regenerierend und dämpfen daher die Magensäure. Bei eher schwacher Magensäure ist eine Kombination mit Polenta oder Reis günstiger als die üblichen Kombinationen mit Kartoffeln.

Wenig Spargel wirkt heilsam (officinalis = heilend), viel davon oft gefährlich (Blähungen, Schlafstörungen, Gicht).
Niacin regeneriert die Haut, befeuchtet die Schleimhäute (auch in den Gelenken) und beflügelt die Fantasie.
Die verträgliche Menge richtet sich nach der Verdauungskraft und den Umständen (Sonne, Kombination, Zubereitung, Konstitution).

Bei unangenehmem Geruch des Urins (Empfindlichkeit gegenüber Schwefel) kann die schwefelige Wirkung mit Randen (Rote Beete) ausgeglichen werden.

Inhaltsstoffe und Wirkung nach Wikipedia

Spargel enthält durchschnittlich 2,26 % Proteine, 0,31 % Fett, 0,47 % Kohlenhydrate, 2,80 % sonstige stickstofffreie Substanzen, 1,54 % Cellulose, 0,57 % Phosphor und 92,04 % Wasser. Aufgrund der enthaltenen Asparaginsäure und seines hohen Kalium-Gehalts wirkt er harntreibend. Verantwortlich für den strengen Geruch des Urins nach dem Verzehr von Spargel ist der im Spargel enthaltene Aromastoff Asparagusinsäure (1,2-Dithiolan-4-carbonsäure), der im Körper enzymatisch gespalten wird. Die dabei entstehenden schwefelhaltigen geruchsintensiven Verbindungen werden über den Urin ausgeschieden.
Spargel enthält in 100 Gramm Frischsubstanz:
    * 4 mg Natrium
    * 210 mg Kalium
    * 20 mg Kalzium
    * 20 mg Magnesium
    * 45 mg Phosphor
    * 1 mg Eisen
    * 500 I.E. Vitamin A
    * 0,11 mg Vitamin B1
    * 0,12 mg Vitamin B2
    * 0,60 mg Vitamin B6
    * 1 mg Niacin
    * 20 mg Vitamin C  (ist nicht kochfest, Anm. UB)
    * 2,5 mg Vitamin E

Zubereitungsart ohne Wasserzugabe

Einen Topf mit Deckel in entsprechender Grösse wählen (Füllmenge halb bis dreiviertel voll).
Spargel wenn nötig unten schälen, 1- bis 2-mal schneiden, in den Topf geben, wenig Salz und Butter beifügen, zugedeckt bei halber Hitze erwärmen und bei kleiner Hitze fertiggaren (siehe auch Gemüsezubereitung im Kochbuch).

Der Geschmack ist ausgeprägter und die Fasern für die Verdauung sind sehr viel verträglicher als bei "gekochten" Spargeln.

Spargeln lassen sich auch mit anderen Gemüsesorten für ein Mischgemüse verwenden, z.B. mit weissen Karotten und Gartenerbsen. Sie wirken dann weniger ausgeprägt und sind für den Familientisch verträglicher. Vielleicht lohnt sich da ein Umdenken der Gewohnheiten.

Rohe Spargeln können im Kühlschrank, eingewickelt in ein trockenes Küchentuch, einige Tage aufbewahrt und dann täglich frisch zubereitet werden.

Spargel 2

Spezialtipp: Spargelbrötli zum "Zvieri" mit frisch zubereitetem Spargel auf Toast mit unpasteurisierter Demeterbutter. Dazu ein Glas Wasser mit Sauerkirschensaft und einigen Tropfen frischem Zitronensaft.

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