Wildkräuter
sind sogenannte Unkräuter, essbare allerdings
Essbare Unkräuter
Ullas Frage an Hans-Georg Bart: Was sind das für Blätter, die ich letzte Woche im Bioladen aus deinem Anbau gekauft habe?
Antwort von Hans-Georg: Es sind sogenannte Unkräuter, essbare allerdings, und zwar:
Melde oder Gemeiner Gänsefuss oder "Mäubele" (verwandt mit dem südamerikanischen Quinoa) und roter und weisser Amarant oder "Fuchsschwanz" (verwandt mit dem südamerikanischen Amaranth).
Schon bald kann ich auch noch Portulak dazugeben.
Du solltest den Brunnen sehen, wenn er gefüllt ist mit dem "Gjätt"*.
Die jungen Hirtentäschlirosetten sind auch sehr schmackhaft und vor allem der Giersch oder Baumtropf, der ein äusserst wertvolles Gemüse sein soll. Aurelia hat ihn sehr gern, obwohl er einen starken Eigengeschmack hat.
Es gibt auch noch eine rote Melde, eine alte Kulturpflanze.
Ich bin vor Jahren durch ein DDR-Buch über essbare Wildpflanzen auf diese Kräuter gekommen.
Leider kommt die Mischung in den Läden im Gegensatz zu den Beizen nicht besonders an; ich musste vorgestern fast zwei Kilo wieder mitnehmen und kompostieren. Normalerweise mische ich auch mit Schnittmangold und verkaufe es als Wildspinat oder esse die Melde halt selber frisch zum zMorge.
* "Gjätt" ist der berndeutsche Ausdruck für Unkraut.
Ullas Tipp:
Wer gerne "Gjätt" zum Zmorge oder als Kräuter in Omeletten, auf Reis oder Teigwaren essen möchte, findet dieses im eigenen Garten, im Wylereggladen (Bern) oder direkt bei Hans Bart Link
Frische "Unkräuter" gedeihen auch in der Stadtwohnung im Keimgerät.



