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Salz, das weisse Gold

Publiziert: 09.10.2016
Kochsalz ist für den Menschen essenziell. "und ohne Salz schmeckt die beste Speise nicht." bemerkte der König.
So lieb wie das Salz oder die Gänsehirtin am Brunnen — 64Kb
Süddeutsches Volksmärchen als PDF zum Ausdrucken (2 Seiten A4)

Grossmutters Ratschläge

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Natrium-Kalium-Balance

Grossmütter warnten früher im Herbst: "gib den Kindern nicht zu viel Most zu trinken, sonst wird das Bett nass" .

Grossmutter würzte jede Speise mit einer Prise Salz, jedes Kompott, wie auch jede süsse Getreidespeise. "ihr überesst ihr Euch dann nicht und seid mit weniger zufrieden" meinte sie.

Nun bin ich selber Grossmutter und kann beobachten wie lange es dauert, bis nach einem rohen Apfel die Nase läuft. Ich koche Birnenkompott ohne Zuckerzugabe, dafür mit einer Prise Salz gewürzt. Zum Kompott gibt es immer noch ein Butterbrot dazu oder Salzstangen.

Die Balance zwischen Natrium und Kalium

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Natrium-Kalium-Balance

Warmblütler verfügen über ein ausgeklügeltes Puffersystem, um die Balance so lange wie möglich immer wieder herzustellen. Die Natrium-Kalium-Balance im Blut hat dabei Vorrang vor anderen Geweben, wie z.B. vor den Schleimhäuten. Bei Schnupfen nach zu viel Kalium (Früchte) denken wir daher zuerst an eine Disbalance zwischen Natrium und Kalium, bevor wir der Kälte oder irgendwelchen Mikroben die Schuld geben. Mit dieser Einstellung lässt sich das Problem auch leichter lösen: Man nehme etwas Kochsalz.

Wenn ein Organismus noch nicht stark genug (bei Kleinkindern), geschwächt oder vorgeschädigt ist, dann ist der Spielraum für die Selbstregulation etwas kleiner und es braucht etwas mehr Vorsicht (Voraussicht), um gesund zu bleiben. 

Kochsalz ist eine Verbindung von Natrium und Chlorid, es wird im Magen aufgespalten. Dabei ist ein empfindlicher Magen dankbar, wenn die Kochsalzkonzentration angepasst ist. Immer genügend aber nie zu viel.

Bedarfsorientiert wäre, bei Kälteeinbruch den Früchtekonsum zu reduzieren, den Salzkonsum anzupassen, die im Sommer verschmähten Haferflocken wieder in den Speiseplan einzubauen und auch die Linsen nicht zu vergessen.

So wurde es früher gelehrt: "Die Kost von Säuglingen und Kleinkinder soll weniger salzig sein als für Erwachsene. Kinder brauchen manchmal nicht absolut, aber im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht sogar etwas mehr Salz als Erwachsene oder weniger Früchte als allgemein empfohlen wird. Sie sind meistens in der Lage, ihren Salzkonsum bis auf das letzte Körnchen dem Bedarf anzupassen, wenn das Angebot bereit steht. Salz macht entscheidungsfähig. Kinder, die genügend Salz haben, wissen genau was sie wollen.

Auch Säuglinge brauchen von der ersten Beikost an etwas Kochsalz für die Bildung der Magensäuren. Das wusste man früher. Ich habe es noch so gelernt in meiner Ausbildung und mit Erfolg bei meinen Kindern angewendet. 

Kein Salz ist zu wenig und schmeckt den Kleinen nicht. Schnupfen und Blähbauch sind oft eine Folge von salzfreier Kost. Übergewicht kann entstehen, weil durch Salzmangel das Sättigungsgefühl zu spät eintritt und daher immer etwas zu viel gefuttert wird. 

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