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Bedarfsorientierte Ernährung nach Heinrich Tönnies

Informationen zur BoE nach H. Tönnies

Die theoretischen Kenntnisse der BoE verdanken wir Heinrich Tönnies (1936-2006)

Er hat in jahrelangen Selbst- und Gruppenversuchen - zu einer Zeit, wo die Wissenschaft noch kaum etwas über die essenziellen Aminosäuren wusste - deren Wirkung in Verbindung mit Vitaminen und Mineralstoffen auf den Organismus beobachtet. Er hat dabei beobachtet, dass es anregende und beruhigende Stoffe gab, dass manche Nahrungsmittel morgens besser verwertet werden, andere abends.
Er prägte die Begriffe "Gegenspieler" und "Antagonisten" in Bezug auf die Wirkung von Lebensmittel. Für spezielle Situationen gab er auch ganz präzise Rezepte für die Zubereitung von Speisen an.

Die praktische Umsetzung seines theoretischen Wissen in schmackhafte Gerichte traf hier in der Schweiz durch den Einfluss der französischen Küche auf fruchtbaren Boden. So war die schonende Gemüsezubereitung hier schon bekannt durch Rudolf Müller "französische Küche aber gesund". Aus dem Einfluss der südlichen Kantone waren in Bern auch Getreide wie Polenta und Hülsenfrüchte wie Kichererbsen schon bekannt oder nicht ganz vergessen, im Gegensatz zu Deutschland, wo diese Lebensmittel kaum bekannt und erhältlich waren.

Annemarie Schropp hat dann viele Rezepte weiter entwickelt, Gewohntes und Traditionelles angepasst an die neuen Erkenntnisse.

Diese Entwicklung ist nicht abgeschlossen. Mit neuen Beobachtungen z.B. zur Auswirkung von Phytinsäure und Transfettsäuren haben wir eine Reihe Kochgewohnheiten unter die Lupe genommen und ungünstige Zubereitungsarten angepasst.

Ernährungs- und Symptome-Tagebuch — 128Kb
PDF Ernährungs- und Symptome-Tagebuch

Ernährung im Tagesrhythmus nach der Organuhr

Werden die Aktivitäts- und Ruhezeiten der Organe berücksichtigt, wird weniger Energie für Stoffwechselvorgänge benötigt. 

Mit günstigen Kombinationen von Lebensmitteln zur richtigen Zeit kann die Lebenskraft wirkungsvoll unterstützt werden. Dadurch wird auch die Infektabwehr gestärkt und viele Krankheiten verschwinden erfahrungsgemäss von selbst.

Der BoE-Tagesrhythmus gilt lediglich als Grundlage, auf der eine nach dem persönlichen Bedarf orientierte Ernährung aufgebaut werden kann. 

Die Zubereitungsarten

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Gemüse ohne Wasser garen

Durch die Art der Zubereitung kann die Wirkung eines Lebensmittels stark beeinflusst, unter Umständen bis ins Gegenteil verändert werden.

Hinter der ablehnenden Haltung gegenüber einem bestimmten Lebensmittel steht als Ursache oft eine wiederholte (unbewusste) Erfahrung mit einer ungünstigen Zubereitungsart oder mit einer Kombination einseitigen Kombination (die Gegenspieler fehlten).

Durch Änderung der  Kochgewohnheiten kann ein Lebensmittel, gegen das eine Abneigung besteht, auch wieder verträglich werden. Es ist sinnvoll, mit einer Anpassung nicht zuzuwarten, bis sich eine ausgewachsene Allergie entwickelt hat.

Die Zubereitungsarten sind im Kochbuch beschrieben.
Die wichtigsten sind:
• Gemüse (Pflanzenstruktur erhalten)
• Samen (Keimschutz abbauen)
• Fett (Bildung von Transfettsäuren vermeiden)

Gegenspieler und Synergisten

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Gegenspieler

Jedes Lebensmittel hat aufgrund seiner Zusammensetzung aus verschiedenen Inhaltsstoffen eine spezielle Wirkung, die therapeutisch genutzt werden kann.

Gewisse Lebensmittel wirken positiv auf die Aktivität, sie stören dagegen die Regeneration, andere Lebensmittel sind wichtig für die Regeneration und führen im Übermass genossen zu Kreislaufschwäche und Energiemangel.

Jedes Übermass eines Stoffes bewirkt ein Ungleichgewicht  

Zu viel des Guten ist ungesund

Es gibt sogenannte Gegenspieler, d.h. Stoffe, die sich ergänzen und andere, die sich in ihrer Wirkung stören. Neben vielen anderen, z.T. noch wenig erforschten Stoffen weiss man heute über die Wirkung von Mineralstoffen, Vitaminen und Aminosäuren und Fettsäuren recht gut Bescheid.

Die Wirkung eines Lebensmittels wird nach BoE-Erfahrung in erster Linie vom Verhältnis dieser Stoffe zueinander bestimmt und weniger von den Inhaltsstoffen, die im Lebensmittel durch Laboranalysen nachweisbar sind. 

Der Tagesrhythmus nach der Organuhr als allgemeine Empfehlung

Morgens den Stoffwechsel anregen

  • morgens tierisches Eiweiss gesalzen
  • die Magensäure stärken, damit tierisches Eiweiss vollständig verdaut werden kann
  • morgens keinen Zucker um Unterzuckerungen vorzubeugen

Abends den Stoffwechsel beruhigen

  • abends Gemüse, Getreide und Milchfett
  • genügend Kohlenhydrate, damit nachts genügend Energie für die Regeneration zur Verfügung steht
  • abends kein tierisches Eiweiss und keine Rohkost, um die Leber von ihren Entgiftungsfunktionen zu entlasten

 Der erfolgreiche Tag beginnt am Vorabend

Jede Mahlzeit sollte im Normalfall sowohl Aktivierendes wie auch Regenerierendes enthalten

Rezepte und Angaben zur Wirkung der einzelnen Lebensmittel finden Sie im BoE-Kochbuch.

Die Symptom-Sprache des Körpers erkennen

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Symptome sind Wegweiser

Mit BoE nehmen Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit bewusst in die Hand.

Mit BoE kann man sich ein neues (bewusstes) Lebensmittelgefühl erwerben.

Jeder Mensch kennt und spürt sich selbst am besten und kann darum lernen zu entscheiden, was gerade nötig ist.

Auf den Lebensmittelinstinkt kann man sich nicht mehr immer ganz verlassen. 
So können Ernährungsmuster, z.B. der Zuckerkonsum und der Salzmangel, die Gelüste irreführen. 
Die Werbung der Lebensmittelindustrie, psychologisch wirksam eingesetzt, kann unnötige Wünsche schaffen.

Es gilt den Minimums-Faktor herauszufinden

Welche Lebensmittel oder Stoffe im Moment sinnvoll sind, ist abhängig von vielen, sich ständig ändernden Faktoren

Lebenseinstellung und Lebensweise, Gesundheitszustand, Vererbung, Lebensalter, Geschlecht, momentane persönliche Stoffwechsellage, berufliche Tätigkeit, Freizeitaktivität, Tageszeit, Jahreszeit und Klimazone spielen eine wichtige Rolle und beeinflussen die Art des Nahrungsbedarfs.

Newsletter

BoE nach Heinrich Tönnies

An dieser Stelle geht mein ganz herzlicher Dank an

Heinrich Tönnies (1936-2006)

Heilpraktiker, Deutschland, Begründer der Bedarfsorientierten Ernährung.

Seiner jahrelangen Erforschung verdanken wir diese besondere Art, Symptome in Zusammenhang zu bringen mit Ernährungsgewohnheiten.

Er hat damit eine Möglichkeit geschaffen, einen erhöhten Bedarf ohne Laboruntersuchungen frühzeitig (auch selber) zu erkennen. 
Seine differenzierten Angaben und Erkenntnisse ermöglicht allen Interessieren einen therapeutischen Einsatz von Lebensmitteln bei verschiedenen Symptomen.

Mein zweiter Dank geht an

Annemarie Schropp

Praxis für Stoffwechseltherapie, Bern. Ihrer Initiative und ihrer jahrelangen Erfahrungn mit sehr vielen Klienten verdanken wir die Weiterentwicklung der Methode.

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Kapitel Hülsenfrüchte