Direkt zum InhaltDirekt zur Navigation

Gegenspieler

Publiziert: 05.04.2014
Gegenspieler
Der Begriff Gegenspieler wird in der Bedarfsorientierten Ernährung nach H. Tönnies verwendet für Wirkstoffe, welche eine entgegengesetzte Wirkung haben. Wenn sie in einem ausgewogenem Verhältnis berücksichtigt werden, ergänzen sie sich gegenseitig.

Gegenspieler sind Mitspieler

Für einen ausgeglichenen Stoffwechsel werden Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäure und Fettsäuren in einem ausgewogenen Verhältnis, d.h. sowohl anregende wie regenerierende, benötigt.

Lebensmittel bestehen aus verschiedenen Inhaltsstoffen, die sich auf natürliche Art ergänzen.
Durch günstige Kombination in einem Gericht wird die Wirkung noch verbessert.

Was im Moment gesund ist, kann durch ein Übergewicht, durch eine Übertreibung mit einem einzelnen Lebensmittel (oder Wirkstoff) mehr oder weniger schnell in eine gegenteilige Disharmonie führen.

Lebensmittel, welche als "sehr gesund" gelten, haben oft eine sehr einseitige Wirkung, d.h. schon kleine Mengen davon erzeugen eine starke Wirkung und zuviel davon ist nicht immer heilsam. 

Wer meint, in grösseren Mengen sei etwas "Gesundes" noch gesünder, macht die Rechnung ohne die Gegenspieler. Man tut gut daran, mit "gesunden" Lebensmitteln und Wirkstoffen vorsichtig zu umzugehen.

Wie erkennt man den Bedarf?

Balance-Übung

Der Bedarf wird mit einem unverdorbenen Geschmack-Sinn unbewusst reguliert. 

Durch Verlangen oder Abneigung gegenüber gewissen Lebensmitteln zeigt der Organismus an, was aktuell benötigt wird.

Bei ausgewogenem Angebot, bei unbefangenem Geschmack und bei gesunden Organfunktionen wird die Balance wieder hergestellt, ohne dass man sich zu sehr den Kopf zerbrechen muss.

Je zivilisierter nun eine Gesellschaft ist, je mehr äussere Einflüsse wie Werbung und Gesellschaftsordnung die Meinungen und Befürchtungen beeinflussen, je mehr Symptome bereits eine Disharmonie anzeigen, desto schwieriger wird es, die wirklichen Nahrungsbedürfnisse wahrzunehmen und umzusetzen. Der Instinkt kann gestört sein, z.B. durch Denkmuster, emotionale Probleme, durch die Werbung oder ganz einfach auch durch zu viel Zucker oder durch salzarme Kost.

Man kann die das Wechselspiel der Gegenspieler auch bewusst lernen, das kann sogar sehr unterhaltsam sein, wie viele Rückmeldungen bestätigen.

Das Spiel mit den Gegenspielern ist eine Balance-Übung

Mit der Kenntnis der Gegenspieler lässt sich ein Zusammenhang zu auftretenden Symptomen (Mittelbildern) frühzeitig erkennen und ausgleichen.

Die Gegenspieler nach den Erkenntnissen von H. Tönnies sind im Kochbuch beschrieben.

Sie werden in allen BoE-Kursen thematisiert und durch anschauliche Beispiele aus dem Alltag ergänzt. In den Aufbaukursen zum 12er-System sind die Symptome und Gegenspieler ein Haupt-Thema

Ein Gericht mit Gegenspielern

Reis hat eine ausgewogene Wirkung, d.h. wirkt harmonisch, man kommt damit nicht so schnell aus dem Gleichgewicht. Reis ist als Grundlage geeignet.

Der Zuckermais wirkt sehr regenerierend (Vit.B2 und Kalium). Er ist bei Hitze, hellem Sonnenlicht, vor oder nach körperlichen Anstrengungen hilfreich.

Die roten Bohnen wirken anregend (Vit.B1, Vit.B6, Zink). Sie fördern die Konzentrationsfähigkeit und das rationale Denken.

Die Butter (nicht sichtbar) sorgt für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.

Wenn in Tischgemeinschaft jemand eine Mathematikarbeit vor sich hat, ein anderer den Sporttag und der dritte geht erst ins Büro und dann tanzen, dann kann der erste von der roten Seite bedienen, der zweite von der gelbe Seite des Reisgerichts siehe Foto, und der dritte kann von beiden Seiten etwas nehmen und mischen.

Zitat von Heinrich Tönnies

Gegenspieler_m.jpg

"Ausnahmen machen nicht krank. Man kann alles essen, wenn man die Gegenspieler kennt."

Newsletter