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Minimums-Faktor

Publiziert: 03.02.2015
Bei der Ernährung geht es darum, den Minimumsfaktor herauszufinden. Das, was gerade benötigt wird ist "gesund". Zu Viel des Guten ist ungesund.

Das Minimums-Gesetz

Bild von Eveline Rothenbühler

"Pantha rhei − Alles fliesst.“ nach Heraklit.
Wasser gilt als Symbol für Lebenskraft, Erneuerungskraft.
Je höher der Brunnen gefüllt ist, desto grösser sind die Energie-Reserven.

Das Bild passt auch für die Energiespeicherung im Organismus.

Das Wasser fliesst stehts über die niedrigste Stelle (im Bild beim königsblauen Stein). Auch noch so viele grüne Steine können das nicht verhindern. Der Wasserspiegel wird auch nicht steigen, wenn wir die Wasserzufuhr erhöhen.
Das wird uns klar, wenn wir das Bild betrachten. 

Es gilt, den passenden Stein in der richtigen Grösse einzusetzen.

Ein zu grosser Stein muss kleiner gemacht werden, damit die Lücke geschlossen werden kann, das braucht Energie.
Wenn der Stein etwas zu klein ist oder wenn es nur zwischen zwei Steinen herausrinnt - wenn eine Verbindung nicht dicht ist - braucht es zum Abdichten feineres Material. Es wäre nicht sehr hilfreich, einen grossen Stein oben drauf zu legen.
So oder so braucht es neben dem passenden Material noch einen Arbeiter, d.h. die Energie und das Know-how, um die Lücke zu schliessen.

Sobald die (königsblaue) Lücke erfolgreich geschlossen ist, wird das Wasser beim nächst niedrigen Stein (magenta) überlaufen, d.h. der nächste Faktor wird zum Minimumsfaktor.

Es gilt den Minimumsfaktor herauszufinden

Bild von Eveline Rothenbühler

Das gilt auch für die Ernährung. Nur was gerade benötigt wird, ist "gesund".

  • Grobstoffliche Wirkstoffe, damit ist Ernährung, auch Atmung gemeint, wirken als Bausteine (im Bild als Brunnensteine).
  • Die feinstofflichen Wirkstoffe (z. B. Mineralstoffe nach Dr. Schüssler) wirken wie der Arbeiter, der die Wirkstoffe richtig einsetzen kann. 

Die Aufgabe besteht darin, immer wieder neu herauszufinden, ob Substanz oder eher feinstoffliche Energie benötigt wird.

Der Minimumsfaktor in der Biochemie

Bild von Eveline Rothenbühler

Feinstoffliche Mineralstoffe sind im gesunden Organismus immer vorhanden (Kriterium nach Dr. Schüssler).Sie regeln den Stoff-Wechsel, d.h. die Verteilung (Auflösung, Aufnahme, Ausscheidung) der grobstofflichen Materie.

Mittel (Pastillen etc.) braucht es erst, wenn etwas schief läuft oder wenn ein Wirkstoff durch irgend einen Stoffwechselvorgang vermehrt verbraucht wurde. 

Potenzierte Mineralstoffe nach Schüssler sind hilfreich, sowohl um einen Überschuss abzubauen wie auch um fehlerhafte Verbindungen zu erneuern.
Den "Arbeiter" braucht es für beides, daher wird vielleicht verständlicher, warum sowohl bei Überschuss wie auch bei Mangel an einem bestimmten grobstofflichen Wirkstoff (Ernährung) das gleiche Mittelbild entsteht und im Gesicht sichtbar wird.

Bei substanziellen Mängeln ist das Zuführen von materieller Substanz durch die Ernährung (noch) nötig. Fehlende Substanz kann in der Regel noch nicht durch potenzierte Mittel ersetzt werden, sonst könnte der Hunger in Krisengebieten problemlos mit Gerste D6 oder Schinken D12 gestillt werden. 

Der Minimumsfaktor in der Ernährung

Bild von Eveline Rothenbühler

Die Kunst besteht auch bei der Ernährung darin herauszufinden, ob, welche und wieviel Substanz gerade benötigt wird.
Im nächsten Schritt gilt es, diese Substanzen aus natürlichen Lebensmitteln zu gewinnen, d.h. passende, therapeutisch wirksame Lebensmittel zu wählen und davon nur so viel zu essen, bis es genügt.

Sowohl ein Mangel wie auch ein Überschuss an grobstofflichen Wirkstoffen (Lebensmitteln) erhöhen den Bedarf an feinstofflichen (körpereigenen) Wirkstoffen. 

Damit ein Überschuss wieder abgebaut werden kann, muss vom Körper feinstoffliche Energie (Potenz, Kraft) aufgewendet werden. Ausserdem bewirkt ein Überschuss einen Mangel auf der Gegenseite. 

Wenn die Umbauleistungen überbeansprucht werden und dadurch ein Mangel an feinstofflichen Substanzen entsteht, wenn der Organismus nicht mehr in der Lage ist, die Reserven aus eigener Kraft aufzufüllen, wird ein „Mittelbild“ sichtbar, d.h. man sieht dann den Bedarf im Gesicht.

Anorganische Substanzen in grossen Mengen am falschen Ort wirken belastend.
Hoch dosierte (grobstoffliche) Mineralstoff-Zusätze schaden mehr, als sie nützen, indem sie sehr schnell übers Ziel hinausschiessen und den Bedarf an den benötigten Gegenspielern und an feinstofflichen Wirkstoffen erhöhen.
Multivitaminpräparate unterstützen oft das, was vorher schon zu viel war. 

Sobald ein "Mangel" gedeckt ist, wird der nächste zum Minimumsfaktor. Man könnte sich darüber ärgern, dass man von einem "Mangel" in den nächsten "fällt" und es immer etwas auszugleichen gibt. Manche Menschen stresst das sehr, sie finden es kompliziert.

Bewusster oder weniger bewusst sind wir sowieso täglich damit beschäftigt, den Minimumsfaktor auszugleichen. Wenn der Bedarf jeweils ernsthaft oder spielerisch ausgeglichen wird und dabei die Energie-Reserven grösser werden, dann lohnt sich dieses Wechsel-Spiel.

Zum guten Glück hilft der Instinkt doch sehr oft bei der Wahl der richtigen Lebensmittel, wenn sie zur Verfügung stehen. Was grade benötigt wird, das schmeckt in der Regel auch gut (und wenn die Gelüste mal Salami anstelle von Rohkost wünschen, dann hat das vermutlich einen Grund).

Für diejenigen, die es genauer wissen möchten, gibt es als Hilfesmittel die Listen im Kochbuch und im Shop die praktische Farbtafel für therapeutisch wirksame Lebensmittel. Als Mind-Map ist auch eine Farbtafel mit dem Minimumsfaktor erhältlich.

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